Albert Einstein

"Gott schuf den Esel und gab ihm ein dickes Fell."

Einsteins Unterschrift

Erste Berufsjahre

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Im Patentamt Bern

Die Suche nach einer Anstellung ging weiter. Ab Mai 1901 bis Januar 1902 war er als Lehrer in Winterthur und Schaffhausen tätig. Danach zog Einstein nach Bern. Um dort seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, gab er Privatstunden in Mathematik und Physik. In diese Zeit fiel auch die Gründung der Berner "Akademie Olympia" durch Albert Einstein, Maurice Solovine und Conrad Habicht. In den abendlichen Akademiesitzungen wurden wissenschaftliche sowie philosophische Themen diskutiert. Nach Einsteins Worten hat diese - Akademie - seinen beruflichen Werdegang gefördert, und er ist ihr, auch als er schon in den USA lebte, treugeblieben (Albert Einstein-Gesellschaft). Im Januar 1902 wurde Lieserl, die Tochter von Einstein und Mileva Maric, einer ehemaligen Kommilitonin, in Ungarn geboren. Dass Einstein ein uneheliches Kind hatte, wurde erst vor einigen Jahren bekannt, nachdem private Briefe an die Öffentlichkeit gelangten, aus denen die Existenz des Kindes hervorgeht. Über den weiteren Lebensweg von Einsteins Tochter weiß man heute nichts. Sie wurde wahrscheinlich zur Adoption freigegeben. Ende 1902 starb Einsteins Vater in Mailand. Am 6. Januar 1903 heiratete er, gegen den Willen der Familien, Mileva Maric, und im Mai 1904 wurde Einsteins erster Sohn, Hans Albert, geboren, im Juli 1910 sein zweiter Sohn, Eduard. Durch die Vermittlung seines ehemaligen Kommilitonen Marcel Grossmann bewarb sich Einstein im Dezember 1901 um eine Stelle am Berner Patentamt, zu der er dann auch, vorerst zur Probe, bestellt wurde. Ab dem 23. Juni 1902 war er technischer Experte dritter Klasse am Berner Patentamt. Diese Arbeit lässt ihm Zeit für seine wissenschaftliche Arbeit. Vielleicht befördert die relativ eintönige Tätigkeit am Patentamt sogar seine Genialität. Einstein war zumindest davon überzeugt, dass Ruhe und Eintönigkeit eine gute Voraussetzung für überragende geistige Leistungen seien. 1933 sagt er:

"Als ich einige Wochen allein auf dem Lande lebte, bemerkte ich, wie stimulierend ein ruhiges und eintöniges Leben auf die Kreativität wirkt. Selbst in der modernen Gesellschaft gibt es Tätigkeiten, die das Alleinsein voraussetzen und keine großen physischen oder geistigen Anstrengungen erfordern. Man kann dabei an Tätigkeiten wie den Dienst auf Leuchttürmen und Leuchtschiffen denken. Könnte man für solche Tätigkeiten nicht junge Leute anstellen, die über wissenschaftliche Probleme, vor allem mathematischer und philosophischer Art, nachdenken wollen? ... Selbst wenn ein junger Mensch das Glück hat, für eine bestimmte Zeit über ein Stipendium zu verfügen, steht er unter dem Druck, so schnell wie möglich klare Ergebnisse vorlegen zu müssen. In der Grundlagenforschung kann dieser Druck nur Schaden stiften. Der junge Wissenschaftler, der in einen praktischen Beruf eintritt, der ihm das Auskommen sichert, ist demgegenüber in einer viel besseren Lage. Vorausgesetzt natürlich, dass der Beruf ihm genügend Zeit und Energie für die Forschung lässt."

Um solch einen Beruf handelte es sich wohl bei dem Job am Patentamt. Doch mit der Ruhe war es bald vorbei. Zunächst wurde die deutschsprachige Fachwelt auf den jungen Wissenschaftler aufmerksam. Die Vervollkommnung der zweiten großen Arbeit Einsteins, der "Allgemeinen Relativitätstheorie" fiel ihm schon merklich schwerer. Der endgültigen Formulierung 1916 sind mehrere andere Veröffentlichungen vorausgegangen, von denen wohl einige auch als Fehlversuche bezeichnet werden müssen

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Einstein im Patentamt Bern
Ein Job im Patentamt
Einstein,Mileva,Hans Albert
Einstein mit Frau Mileva

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