Einstein in AmerikaIn den Zwanzigerjahren sah sich Einstein, Pazifist und Sozialist jüdischer Herkunft, immer mehr antisemitischen Angriffen ausgesetzt. Nach der Machtübernahme Hitlers kehrte er von einer Lehrveranstaltung in den USA nicht mehr nach Deutschland zurück. Das Institute for Advanced Studies in Princeton nahm Einstein auf, wo er 1933 eine Professur bekam. Diese Forschungsstätte war auf der Basis einer privaten Stiftung entstanden. Sie sah ihre Aufgabe darin, jungen Akademikern nach erfolgtem Studiumabschluß Gelegenheit zu geben, sich in unkonventionellem Kontakt mit Wissenschaftlern ersten Ranges weiterzubilden. Es gab keine Vorlesungspflichten und keine festen Forschungsprogramme. Es war von Anfang an ein Lieblingsgedanke der Gründer, dem neuen Institut einen gewissen klösterlichen Gedanken zu geben.Wenn Freunde aus der alten Heimat Einstein besuchten, soll er gesagt haben: "Nicht wahr, Sie wundern sich, was für ein Gegensatz besteht zwischen meiner Berühmtheit in der Welt, dem Lärm über mich in den Zeitungen und der Isolierung und Stille, in der ich hier lebe. Diese Isolierung habe ich mein ganzes Leben gewünscht und sie hier in Princeton gefunden" Mit seiner Frau Elsa, seinen beiden Stieftöchtern (siehe Photo) und der
bewährten Sekretärin Helene Dukas bewohnten die Einsteins ein Reihenhaus
in Princeton. 1936 verlor Einstein seine Frau. An Born schreibt er: "Ich
hause wie ein Bär in seiner Höhle und fühle mich eigentlich mehr zuhause
als je in meinem wechselvollen Leben. "Früher hat man geglaubt, wenn alle Dinge aus der Welt verschwinden, so bleiben noch Raum und Zeit übrig; nach der Relativitätstheorie verschwinden aber Zeit und Raum mit den Dingen." Noch 1953 schrieb Einstein die letzte Fassung der Relativitätstheorie. Am 18. April 1955 starb Einstein. Einstein erhielt im Laufe seines Lebens ca. 25 Ehrendoktortitel und den Nobelpreis. |
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